A k t u e l l e M i t t e i l u n g e n
Neueste
Nachricht (Jan./Febr. 2011): Aufgrund der politischen Situation hat sich die
DPGG
als nicht eingetragener Verein
für zunächst ein Jahr
neu gegründet!
Alles
Nähere dazu in einem Mitgliederrundbrief
von Prof. Jochen Eckert.
Dringende Bitte: Treten Sie der neu
gegründeten DPGG bei
oder erklären Sie sich zu einer Spende bereit!
Dazu
benutzen Sie bitte dasFormular zur Beitrittserklärung.
Auflösung der DPGG zum Ende des Jahres 2010 beschlossen!
Rundbrief von Prof. Dr. Jochen Eckert an alle Mitglieder
Mitgliederversammlung
der Deutschen Gesellschaft für Gesprächspsychotherapie (DPGG)
am 01.05.10 in Hamburg-Rissen von 11.00 Uhr bis 12.30 Uhr
- Protokoll -
Anwesend:
20 Mitglieder
0.
Begrüßung
1.
Beschlussfähigkeit und Verabschiedung der Tagesordnung
2.
Verabschiedung des Protokolls der letzten MV
3.
Berichte und Mitteilungen
4.
Bericht Kassenprüfer
5.
Entlastung des Präsidiums
6.
Neuwahl des Präsidiums
7.
Verschiedenes
zu 0. Der Präsident der DPGG, Jochen Eckert, begrüßt die Anwesenden und weist darauf hin, dass diese Mitgliederversammlung eine richtungsweisende sein wird, da die Frage zu entscheiden ist, ob die Gesellschaft fortbestehen wird oder sich auflöst. Auf jeden Fall wird es um Abschied und Trennung gehen: vier Vorstandsmitglieder wollen nicht wieder kandidieren, und wenn sich keine Nachfolger(-innen) finden, muss sich die DPGG satzungsgemäß auflösen. In jedem Fall steht also Trauerbewältigungsarbeit an.
zu
1.
Der Präsident stellt fest, dass zur MV fristgemäß eingeladen worden
und ist und Beschlussfähigkeit
vorliegt. Er weist darauf hin, dass bei Beschlüssen, die eine
Zweidrittelmehrheit erfordern, die Satzung nicht vorsieht, dass ein bestimmter
Anteil aller Mitglieder anwesend sein muss. Die Tagesordnung wird einstimmig
verabschiedet.
zu
2. das Protokoll
der letzten Mitgliederversammlung wird mit einer Enthaltung verabschiedet.
Zu
3. Berichte und
Mitteilungen
3.1.
Finanzen
Die Einnahmen der DPGG ergeben sich aus Mitgliedsbeiträgen und Beiträgen zu den Foren. Guthabenzinsen sind zu vernachlässigen.
Ausgaben
ergeben sich hauptsächlich durch Reisekosten und die Unkosten, die durch die
Foren entstehen. Weitere Kostenfaktoren sind die Ausgaben für die Zeitschrift
„Person“ und die Beteiligung an den Rechtsanwaltskosten in Bezug auf das
Verfahren zur sozialrechtlichen Anerkennung der GPT.
Die
Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge sind gesunken, die Mitgliederzahl sinkt, und
es gab weniger Eintritte von PiAs. Zur Zeit hat die DPGG 68 Mitglieder.
2010
wurden noch keine Beiträge eingezogen.
Der
Kontostand beträgt z.Zt. rund 8000 Euro (auf einem Konto € 3558, auf dem
anderen € 4202.-), davon gehen die Ausgaben für das kommende große Forum ab
- dabei ist mit ca. 4 – 5000 Euro zu rechnen. Das heißt: die Finanzen
reichen für diese Veranstaltung aus.
3.2.
Verfassungsklage
Die
gesprächspsychotherapeutischen Verbände ÄGG, DPGG und GwG hatten beim
Bundessozialgericht die Klage eines Gesprächspsychotherapeuten begleitet. An
den Vorbereitungen war die DPGG in der „AG-Anerkennung“ aktiv beteiligt.
Am 28.10.2009 ist die Klage gescheitert. Es gab eine klare Zurückweisung:
der Kläger wollte ins Arztregister eingetragen werden, war aber als Gesprächspsychotherapeut
approbiert, was nach der derzeitigen Rechtslage bedeutet, dass er den Eintrag
nicht erhalten kann. Die eigentliche „Klage“ wurden vom Bundessozialgericht
allerdings nicht behandelt, nämlich der wissenschaftlich nicht haltbare
Beschluss des GBA, die GPT
sozialrechtlich nicht zuzulassen und die Umstände, wie dieser Beschluss
zustande gekommen ist.
In der AG-Anerkennung, zu der sich DPGG, GwG und ÄGG zusammengeschlossen hatten, wurde nach reiflichen Überlegungen beschlossen, eine Verfassungsklage zu initiieren – auch wenn die Chancen statistisch gesehen gering sind, dass eine Klage überhaupt angenommen wird. Der mit der Klage vor dem Bundessozialgericht befasste Anwalt meinte aber, dass berufsrechtliche Argumente eine Chance hätten, auch eine weitere kompetente Juristin aus Ostdeutschland ermutigte zur Klage.
Das
Wesentlichste ist, dass die Klage angenommen wird.
Jürgen
Kriz berichtet, dass die Vertreter der Systemischen Therapie inzwischen einen
Antrag auf Anerkennung beim G-BA gestellt haben.
3.3.
Zeitschrift „Person“.
Falls
beschlossen wird, dass die DPGG sich auflöst, wird sie nicht mehr zur
Herausgeberschaft der Zeitschrift „Person“ gehören. D.h. die
DPGG-Mitglieder bekommen die Zeitschrift nicht mehr kostenlos. Noch ausstehende
Hefte von 2009 müssten noch geliefert werden, aber kein Heft mehr, das 2010
herausgegeben wird. Claudia Boeck-Singelmann berichtet, dass GwG-Mitglieder die
Zeitschrift zu einem günstigeren Abo-Preis erhalten.
Diether
Höger teilt mit, dass er auf Wunsch der Redaktion dieser noch 2 Jahre beratend
zur Seite stehen wird.
3.4.
Berichte aus den Regionen:
-
Aus
Württemberg berichtete Mareke Santos Dodt:
Sie
ist der Pt-Kammer von BW Vorsitzende im Ausschuss Aus-, Fort- u. Weiterbildung,
in dem es immer wieder konfliktreich zugeht, weil die VT-Vertreter/innen in
Bezug auf die akkreditierungswürdigen Fortbildungsinhalte nur solche
auf „evidenzbasiertem“
Hintergrund zulassen wollen. Frau
Santos-Dodt ist es gelungen, einen liberaleren Kurs durchzusetzen.
In
der Delegiertennversammlung nehmen die jüngeren Kollegen, die ausschließlich
Richtlinienverfahren vertreten zu, was die Atmosphäre verändert.
In der GwG haben die jüngeren Kollegen wenig Interesse, sich für die
Berufspolitik zu engagieren, so ist es schwer, ein Gegengewicht zu den
Vertretern der Richtlinienverfahren aufzubauen.
Im
Redaktionsbeirat für das Psychotherapeutenjournal sind noch Vertreter von
Nichtrichtlinienverfahren – hier kann man noch etwas in Bezug auf die Vielfältigkeit
der Beiträge bewirken.
-
aus Nordrhein-Westfalen berichtete Claudia Boeck-Singelmann:
Es
gibt noch Vertreter der GwG in der Kammer wie
Karl-Otto Hentze und Gerd Höhner.,
aber es gibt keinen Nachwuchs.
dass
sie von Uta Cramer-Düncher weiß, dass es dort in der Kammer auch kaum
„Nichtrichtlinien-Nachwuchs“ gibt. Uta Cramer-Düncher hat auch bereits
erfolglos geklagt. Sie hatte mit
anderen vor, ein staatlich anerkanntes Ausbildungsinstitut für Gesprächspsychotherapie
aufzubauen, was aber scheiterte. Da die Initiatoren auch alle approbierte VTler
sind, haben sie jetzt mit den Systemikern zusammen ein Institut für
„Personzentrierte Verhaltenstherapie“ gegründet. Es gibt aber
Schwierigkeiten mit den Kliniken wegen Praktikumsplätzen.
Dorothee
Katz ist als Vertreterin der GPT in der Kammer, hat aber wenig Einfluss.
Susanne Gerckens ist intensiv in der Ärzteweiterbildung tätig und
vertritt sehr deutlich die GPT auf der inhaltlichen Ebene.
Marion
Thimm berichtet, dass der BDP in Berlin sehr stark ist, und dass es inzwischen
mindestens 2 Privatuniversitäten mit analytischem Schwerpunkt in Berlin gibt.
Eine davon ist die von Frau Rohde- Dachser, die ein vollständiges
Psychologiestudium mit Aufbaumöglichkeiten anbietet (privat finanziert).
-
aus
Niedersachsen berichtete Eckhard Winter
Die
Kammer in Niedersachsen war der GPT gegenüber
immer wohlwollend, und der bisherige Kammerpräsident hatte einen
integrierenden Einfluss. Bei den Neuwahlen hat der Vertreter der GPT nicht mehr
kandidiert. Die neue Präsidentin, die Analytikerin ist, hat ebenfalls Offenheit
gegenüber allen angekündigt. Im jetzigen Kammervorstand sind alle größeren
Gruppierungen vertreten.
Dorothee
Wienand-Kranz ist im Ausschuss
„Aus-, Fort- und Weiterbildung“. Andrea Hirschmann repräsentiert in der
„Allianz“ (einem Hamburger Zusammenschluss unterschiedlicher Therapieverbände)
die DPGG – die GwG ist aus der Allianz ausgetreten. Andrea Hirschmann wird von
der Allianz als Kandidatin für die Kammer aufgestellt.
4.
Bericht
der Kassenprüferinnen
Margarete
Wilk und Claudia Boeck-Singelmann haben die Kasse geprüft, wobei auch
Stichproben gezogen wurden. Beide Kassenprüferinnen fanden keinerlei Unregelmäßigkeiten
und stellen fest, dass der Vorstand sehr kostenbewusst mit den Geldern
umgegangen ist.
5.
Entlastung
des Vorstands
6.
Neuwahl
des Vorstandes
6.1
Wahlversuch
Werner
Wilk wird als Versammlungsleiter
vorgeschlagen, er wird einstimmig gewählt und nimmt die Wahl an.
Die
bisherigen Präsidiumsmitglieder sind ausnahmslos nicht bereit, für eine
weitere Wahlperiode zu kandidieren. Keiner der vorgeschlagenen Anwesenden ist
bereit, sich zur Wahl zu stellen. Es
findet also keine Neuwahl statt.
In
dieser Situation entsteht eine Diskussion darüber, welchen Ort des Austausches
es in Zukunft für Gesprächspsychotherapeuten/innen
- und für allem für die PiAs , die die gesprächspsychotherapeutische
Approbation anstreben und auf die Unterstützung der „Erfahrenen“ angewiesen
sind, geben könnte.
Claudia
Boeck-Singelmann berichtete von dem lockeren Zusammenschluss der
Kiju-Psychotherapeuten, die alle 2 Jahre eine Fachtagung durchführen.
Angesprochen wird auch eine Rückkehr in die GwG unter bestimmten Bedingungen.
Die weitere Diskussion darüber wird auf den Sonntagvormittag verschoben, um in
das Brainstorming auch die Gäste des Großen Forums einzubeziehen.
6.2.1.
Auflösung
des Vereins
Jochen
Eckert stellt den Antrag auf Auflösung des Vereins nach § 10 der
Vereinssatzung.
2
Varianten werden vorgeschlagen: 1.
Sofortige Auflösung und 2. Auflösung zum Ende des Kalenderjahres 2010
Für
die 1. Variante stimmten lediglich 2 Mitglieder.
Die
2. Variante: „Auflösung zum Ende des Kalenderjahres 2010“ wurde mit mehr
als Zweidrittelmehrheit (18 von 20 Stimmen) bei 2 Enthaltungen angenommen.
Das
Präsidium bleibt solange kommissarisch
im Amt, bis der Verein „abgewickelt“ ist
Es
erhielt von den Mitgliedern noch den Auftrag, sich zu überlegen, wie die PiAs
einzubinden sind.
Diether
Höger stellt den Antrag, dass die Mitgliedsbeiträge für 2010 nicht eingezogen
werden, sondern dass eine Endabrechnung erfolgen soll.
Dieser
Antrag wird einstimmig angenommen.
Der
Vorschlag eines Mitglieds, eventuell noch vorhandenes Vereinsvermögen für die
Nachwuchsförderung zu verwenden, wird als Antrag behandelt und einstimmig
angenommen.
Reinhold
Schwab erhält den Auftrag, das Protokoll auf die Homepage zu stellen.
Berlin, den 7.06.10
Doris
Müller (für das Protokoll)
Prof. Dr. Jochen Eckert
(Kommiss.
Präsident)
Nachtrag: Zu diesem Protokoll gehört eine „Anlage“, in der die Ideen festgehalten worden sind, die im Zusammenhang mit der Auflösung der DPGG diskutiert worden sind:
Anlage zum Protokoll der MV der DPGG am 1.5.2010:
Es
wurden Vorschläge
und Ideen
zu zwei Problembereichen gesammelt:
Zu
1. Neue „Heimat“ für DPGG-Mitglieder und PiAs
1.1.Rückkehr
in die GwG?
v
Eine
„Rückkehr in die GwG“ wäre für viele DPGG–Mitglieder unproblematisch,
da sie noch GwG–Mitglieder sind. Problem: gibt es einen Platz in der GwG für
Leute, die daran interessiert sind, Gesprächspsychotherapeuten zu sein? Die GwG
scheint in der letzten Zeit ihren Schwerpunkt mehr in der Beratung zu sehen. Der
anwesende „Noch“-Geschäftsführer der GwG Karl-Otto Hentze begrüßte die
Idee, sich wieder der GwG zuzuwenden. Die DPGG-Mitglieder sehen hier nur eine
Chance, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden.
v
Herr
Hentze stimmt dem zu und schlägt vor, dass es gut wäre, wenn bis zu den
Fortbildungstagen im Juni Vorschläge
eingingen, da sich dort alle Ausschüsse treffen. Im Herbst könnten dann
entsprechende Anträge auf der Delegiertenversammlung gestellt werden.
v
Zu
den Bedingungen zählte z.B. , dass ein Vorstandsmitglied für diese
„Untergruppe“ der approbierten Gesprächspsychotherapeuten zuständig ist,
dass der Ausschuss für Psychotherapie die Foren mit unterstützt, und dass die
Foren in der gewohnten fachlichen Exklusivität stattfinden könnten – in
Kooperation und vielleicht auch zeitlich parallel mit den Fortbildungstagen…
1.2.Fachgruppe
ohne Verein?
v
Claudia
Boeck-Singelmann ist Mitglied einer Fachgruppe von personzentrierten
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, die alle 2 Jahre eine
Fachtagung durchführen, die sehr gut angenommen wird. Die Gruppe hat ??
Mitglieder und wählt aus diesen 4 Mitglieder, die die Fachtagung jeweils
organisieren. Sie sind kein eingetragener Verein. Die Fachtagungen müssen sich
aus den Unkostenbeiträgen finanzieren.
v
Gegründet
hat sich die Gruppe, weil sie sich als Kindertherapeuten in der GwG nicht immer
genügend berücksichtigt fanden.
1.3.
Private Hochschule gründen?
v
Diese
Idee wurde nicht weiter diskutiert ….
1.4.
Das IfP organisiert zunächst für die nächsten Jahre die Foren?
v
Jochen
Eckert erklärte sich bereit, für eine Übergangszeit von 3 Jahren,
die Möglichkeiten des Institutes für Psychotherapie (IfP) zu nutzen, um
das nächste Forum zu planen und durchzuführen.
v
Angedacht
wurde in diesem Zusammenhang, inwieweit nicht jedes Jahr eine etwas kleinere
Veranstaltung stattfinden sollte, um den Austausch zu intensivieren und den PiAs
noch mehr Möglichkeiten zu bieten, sich identitätsstiftend – bzw. erhaltend
auszutauschen.
v
Diese
schnelle Lösung für die nächste Zeit wurde
von allen Anwesenden sehr begrüßt und Jochen Eckert wurde für sein Angebot
von Herzen gedankt!
Zu
2. Möglichkeiten der GPT in der
Gesundheitsversorgung
2.1.
Das
Ziel RL-Verfahren zu werden muss weiter verfolgt werden (Verfassungsklage….)
2.2.
Jürgen
Kriz berichtete von Leipzig: Hier gibt es ein VT-Ausbildungsinstitut, in dem
auch gesprächspsychotherapeutische Ausbildung stattfindet – die GPT hat da
sozusagen ein „Zimmer“ in einem „Richtlinienverfahrenhaus“. GPT wird
dort nicht als Teil der VT unterrichtet, sondern eigenverantwortlich als eigenständiges
Verfahren.
Angeregt wird nach weiteren Möglichkeiten zu suchen, in
Ausbildungsinstituten ein „Zimmer“ zu erhalten.
In der Diskussion wurde deutlich, dass die Anwesenden – insbesondere
die PiAs – sich das mehrheitlich eher unter dem Dach der VT als unter dem Dach
der TP vorstellen könnten.
Es wurde bezweifelt, ob andere VT-Institute Interesse haben könnten,
ein „GPT-Zimmer“ einzurichten.
2.3.
Insgesamt sollte die Humanistische
Psychotherapie weiter verfolgt werden (an
konkrete Anregungen kann ich mich hier nicht mehr erinnern, Dorothee hat auch
keine aufgeschrieben)
2.4.
Es
sollte stärker versucht werden GPT als Zweitverfahren zu etablieren – was am
ehesten für die VTler Sinn machen würde.
2.5.
Die
Möglichkeit der Kostenerstattung sollte stärker ins Blickfeld rücken. Einige
TN berichteten positive Beispiele. Werner Wilk wies darauf hin, dass die
Berufsgenossenschaften in der Wahl ihrer Behandler frei sind. Dies ist auch ein
Hinweis für das IfP, was die Versorgung der PiAs mit Patienten betrifft.
2.6.
Es
gibt nach wie vor die Möglichkeit, eine Gesprächspsychotherapieausbildung nach
den Richtlinien der GwG zu absolvieren und Psychotherapeut HPG
(nach dem Heilpraktikergesetz) zu werden.
2.7.
Insgesamt
gilt es, das „Marketing“ zu fördern – z. B: Gesprächspsychotherapie als
eine ganz besondere Dienstleistung in der Versorgung
an zu bieten.
Alle diese Ideen wurden
an-, aber nicht ausdiskutiert.
Beschlossen wurde, dass in Zukunft die DPGG-Foren (die dann vermutlich IfP-Foren
heißen werden) vom Institut für Psychotherapie (IfP) in Hamburg ausgerichtet
werden.
Hat stattgefunden:
6. Großes Forum der DPGG in
Hamburg
1. und 2. Mai 2010
Gesprächspsychotherapie? Gesprächspsychotherapie!
Eine Bestandsaufnahme
Ort: Haus Rissen, Rissener Landstraße 193, 22559 Hamburg-Rissen
Zeit: Samstag, 1.5.2010, und Sonntag, 2.5.2010
Samstag, 01.05.2010
11:00 – 12:30 Mitgliederversammlung
14:30 – 15:00 Begrüßung
Referate mit anschließender Diskussion
15:00 – 16:30
Hans-Otto Henze: Die Gesprächspsychotherapie in der
Gesundheits- und Berufspolitik
Prof.
Dr. Inge Frohburg: Die Gesprächspsychotherapie
an den Universitäten
16:30 – 17:00 Pause
17:00 – 18:30
Prof. Dr.
Mark Helle: Die Gesprächspsychotherapie
an den Fachhochschulen
Prof.
Dr. Ludwig Teusch: Die Gesprächspsychotherapie
in der stationären klinischen Versorgung
ab 19:30 Geselliges Beisammensein
Sonntag, 02.05.2010
Referate mit anschließender Diskussion
9:00 – 10:30
Dr. Gerhard Stumm: Weiterentwicklungen
im Rahmen
des Klientenzentrierten Konzepts: Techniken und Leitlinien
Prof. Dr. Jürgen Kriz (angefragt): Gesprächspsychotherapie
im Gesundheitswesen
10:30 – 11:00 Pause
11:00 – 12:30
Arbeitsgruppen zum Thema:
„Wie kann ich meine gesprächspsychotherapeutische Identität bewahren?“
12:30 – 13:15
Mittagsause
13:15 – 14:30 Plenum mit Auswertung der Arbeitsgruppendiskussion
Fortbildungspunkte sind bei der Hamburger Psychotherapeutenkammer beantragt.
Verbindliche Anmeldung bei:
DPGG
Frau Claudia Demmler
FB Psychologie
Von-Melle-Park 5
20146 Hamburg
Bitte mit Name, Vorname, Adresse, Telefon, E-Mail.
Den Teilnahmebeitrag überweisen Sie bitte auf das Konto Nummer 1 70 88 05 bei der Hamburger Bank von 1861, BLZ 201 900 03.
November 2009
Prof.
Dr. Jochen Eckert:
Kassenzulassung der GPT - Info zur
gescheiterten Revision beim BSG
Näheres s. Kurzmitteilung der GwG
Mitgliederversammlung:
Samstag, 9. Mai 2009, 11:00 – 12:30 Uhr
in Bielefeld: Hotel Mercure, Waldhof 15, 33602 Bielefeld
Vorläufige Tagesordnung:
1. Bericht des Präsidiums
2. Berichte aus den Ländern
3. Verschiedenes
statt mit dem Thema:
Störungsspezifisches
Vorgehen in der Gesprächspsychotherapie
- Pro und Kontra -
In zwei Kurzvorträgen werden die beiden Positionen
"Pro" von Frau
Beatrix Mitterhuber, Salzburg,
und
"Kontra" von Frau
Henriette Petersen, Hamburg,
vertreten.
--------------------------
Im Großen Forum 2010 wird die Thematik ausführlich behandelt mit der Gegenüberstellung der unterschiedlichen Auffassungen zum störungsspezifischen Vorgehen in der Gesprächspsychotherapie.
Weitere Mitteilungen
Bericht der Expertenkommission der
Bundespsychotherapeutenkammer:
Analysen zum medizinischen Nutzen der Gesprächspsychotherapie und Empfehlungen
für die Stellungnahme zum „Bericht der Nutzenbewertung Gesprächspsychotherapie
bei Erwachsenen“ des G-BA
Hier der Bericht mit
Vorwort von Prof. Dr. J. Eckert - aus:
“Psychodynamische Psychotherapie” (PGP), Jg 7, Heft 2, 2008, S. 88-91 (Vorwort)
S. 92-123 (Bericht) - mit freundlicher Genehmigung des
Schattauer-Verlags.
Ordentliches Mitglied der DPGG können jetzt auch Diplompsycholog(inn)en werden, die eine Ausbildung in Gesprächspsychotherapie an einer staatlich anerkannten Ausbildungseinrichtung begonnen haben (MV-Beschluss vom 26.4.2008), s. die Satzung.
Offener Brief an die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in den Gremien des G-BA
BPtK-Expertenkommission empfiehlt: GPT zulassen!
Erklärung des Wissenschaftl. Beirats der GwG vom 4.12.2006
J. Eckert zu: G-BA bewertet GPT
Wichtige Literatur:
Kernberg/Dulz/Eckert (Hg.)(2005). WIR-
Psychotherapeuten über sich und ihren
"unmöglichen" Beruf.
Buchbeschreibung
Hat stattgefunden:
5. Großes Forum in Hamburg
26./27.04.2008
Mit dieser Veranstaltung soll das Thema des Kleinen Forums
2007 „Die therapeutische Beziehung in der Gesprächspsychotherapie“ erweitert und
vertieft werden. Vor allem soll es darum gehen, die Sichtweise des
Klientenzentrierten Ansatzes denen der analytischen Psychotherapie und der
Verhaltenstherapie gegenüber zu stellen. In bewährter Weise wird die Theorie
durch zwei Falldarstellungen ergänzt. Ebenso wird es wieder Gelegenheit zum
Austausch über Erfahrungen aus der eigenen Praxis geben.
Programm:
Prof. Dr. Diether Höger (Bielefeld): Zwischenmenschliche Beziehungen - ganz allgemein gesehen Der Vortrag
Prof. Dr. Mark Helle (Stendal): Die therapeutische Beziehung in der Gesprächspsychotherapie Der Vortrag
PD Dr. Claas-Hinrich Lammers (Hamburg): Die therapeutische Beziehung in der Verhaltenstherapie Der Vortrag
Prof. Dr. Dr. Wolfgang Schneider (Rostock): Die therapeutische Beziehung in der analytischen Psychotherapie
Falldarstellungen (als Parallelveranstaltungen):
Dipl.-Psych. Dr. Hannelore Schön (Hamburg): Die Entwicklung der therapeutischen Beziehung in einer Psychotherapie mit einer erwachsenen Patientin
Dipl.-Psych. Livia Koller (Augsburg): Die Entwicklung der
therapeutischen Beziehung in einer Psychotherapie mit einer jugendlichen
Patientin
Teilnahmebeitrag
€ 120,- für Mitglieder der DPGG
€
150,- für Nichtmitglieder
€ 30,- für Studierende und Auszubildende
Das 4. Große Forum der DPGG, das diesmal in Kooperation mit dem Institut für Psychotherapie der Universität Hamburg IfP durchgeführt wurde, war dem Thema
Das Selbst in Theorie und Therapie
gewidmet.
Ort: Universität Hamburg
Psychologisches Institut
Raum 3034/35 (Aufgang A, 3. OG)
Von-Melle-Park 5
20146 Hamburg
Zeit: 29. und 30. April 2006
Programm
Samstag, 29.4.06
14.30
Begrüßung
15.00-16.00
Prof. Dr.
Diether Höger (Bielefeld):
Zum
Selbstbegriff bei Rogers
und in der psychologischen Grundlagenforschung
16.30-18.30
Eva-Maria Biermann-Ratjen, Prof. Dr. Jochen Eckert (beide Hamburg):
Die
Diagnostik des Selbst nach OPD (Operationalisierte Psychodynamische
Diagnostik)
Ab 19.30
Büffet und geselliges Beisammensein - voraussichtlich bei einer Rundfahrt
mit einem Alsterschiff.
Sonntag, 30.4.06
09.00-10.00
Dr.
Jeannette Bischkopf (Berlin): Das mehrstimmige Selbst:
Emotionsfokussiertes Arbeiten auf der Basis neuerer Selbsttheorien.
10.15-11.15
Prof.
Dr. Friedrich-Wilhelm Deneke (Hamburg): Selbst und Struktur
11.30-12.30
Erfahrungsaustausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die
eigene Praxis (in Kleingruppen)
12.30-14.00 Mittagspause
14.00-15.00
Dr. Rosina Brossi (Basel),
Dipl.-Psych. Eva-Maria Biermann-Ratjen (Hamburg):
Falldarstellung
15.00-15.30 Abschlussdiskussion
++++ Ausbildung zum PP mit Schwerpunkt Gesprächspsychotherapie ++++
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Das
Hamburger Amt für Gesundheit und Verbraucherschutz hat mit Schreiben vom
18.10.04 mitgeteilt, dass das
Institut für Psychotherapie (IfP) der Universität
Hamburg als Ausbildungsstätte gemäß § 6 PsychThG
für die mindestens fünfjährige Teilzeitausbildung zum Psychologischen
Psychotherapeuten mit Schwerpunkt Gesprächspsychotherapie (Erwachsene)
anerkannt worden ist. Es ist die erste derartige Anerkennung in Deutschland.
Interessenten für eine solche Ausbildung wenden sich an Frau
Adomeit:
Frau Sigrid Adomeit
Sekretiat des Institut für Psychotherapie der Universität Hamburg
Von-Melle-Park 5
20146 Hamburg
Tel.: 040 – 42838 5366
e-mail: adomeit@uni-hamburg.de
Sie werden in einen e-mail-Verteiler aufgenommen und automatisch über Beginn eines Ausbildungsganges und die Bewerbungsfristen informiert.
Das Heft 2/2003 der Zeitschrift PERSON, die
bekanntlich jedes Mitglied der DPGG zugeschickt bekommt, hat als
Schwerpunktthema die Situation der Gesprächspsychotherapie in der Bundesrepublik
Deutschland. Herausgegeben und inhaltlich gestaltet wird es von den an der
Zeitschrift PERSON beteiligten Verbänden. Für die „Ärztliche Gesellschaft für
Gesprächspsychotherapie (ÄGG)“ zeichnen Dr. J. Finke und Dr. L. Teusch
verantwortlich, für die DPGG Prof. Dr. D. Höger. Herr W. Keil von der ÖGwG
(Österreichische Gesellschaft für wissenschaftliche klientenzentrierte
Psychotherapie und personorientierte Gesprächsführung) hat die Funktion des
koordinierenden Herausgebers übernommen.
Das Heft enthält neben Darstellungen der "Sichtweisen und Positionen der
Verbände zum Personzentrierten Ansatz in Deutschland" unter anderem folgende
Fachbeiträge:
Zur Situation der Gesprächspsychotherapie (GPT) in Forschung und Lehre in Deutschland (R. Schwab, J.Eckert, D. Höger)
50 Jahre empirische Psychotherapieforschung: Rückblicke - Einblicke - Ausblicke (J. Kriz)
Das gesprächspsychotherapeutische Verständnis von Psychotrauma (E. Biermann-Ratjen)
"Unter falscher Flagge segeln"? Zur Situation der Gesprächspsychotherapie in Deutschland im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung (A. Schmoeckel)
Von der Persönlichkeitsentwicklung zur Faktenvermittlung? Was bleibt nach der neuen staatlichen Ausbildungsordnung vom spezifisch Personzentrierten in der Ausbildung zum Gesprächspsychotherapeuten? (D. Müller, M. Thimm)
Schwierigkeiten und Chancen in der Personzentrierten Weiterbildung von Ärzten (J. Finke, L. Teusch)
Gesprächspsychotherapie-Forschung in der Psychiatrie in Deutschland (L. Teusch, J. Finke)
Vor dem Hintergrund des aktuellen Standes der empirischen Psychotherapieforschung ist zum Nachweis einer differenziellen Wirksamkeit von GPT[1] zusammenfassend festzustellen:
Den klinischen Beleg dafür liefern die Therapiewechsler, d.h. die Patienten, die von einem Verfahren nicht profitiert haben, aber nach Wechsel in ein anderes Verfahren sehr wohl profitiert haben. Das gilt wiederum für alle Verfahren. Für die GPT hat gerade Frohburg (2004)[4] eine solche Untersuchung vorgelegt.
4. Diese differenzielle Wirksamkeit der Psychotherapieverfahren ist seit langem empirisch belegt und bildet die Grundlage für das “Allgemeine Modell von Psychotherapie” von Orlinsky & Howard, das als international akzeptierte Lehrmeinung Eingang in die gängigen Lehrbücher der Psychotherapie gefunden hat. Danach entscheiden über den Erfolg einer Psychotherapie vier Passungen, die außer dem Therapieverfahren und dem Störungsbild auch noch die Person des Patienten und die Person des Therapeuten als für den Therapieerfolg maßgeblich einbeziehen.
In Anlehnung an eine sprichwörtliche Weisheit kann man das Ergebnis der vergleichenden empirischen Psychotherapieforschung wie folgt zusammenfassen: Es führen viele Wege nach Rom, aber nicht jeder Patient kann jeden der angebotenen Wege gleich gut benutzen. Manche Patienten können zwischen zwei Wegen wählen, sie kommen in jedem Fall ans Ziel; für manche Patienten endet die Reise auf einem bestimmten Weg auf halber Strecke und sie versuchen einen anderen; bei bestimmten Wegen brauchen bestimmte Patienten die doppelte Zeit, sie könnten aber auch keinen anderen bzw. kürzeren Weg gehen. Insofern stellt jede weitere therapeutische Alternative mit nachgewiesener Wirksamkeit immer auch eine Erweiterung und Verbesserung des Behandlungsangebotes dar.
Jochen Eckert (Dez. 03)
[1] Ausführlicher in: Biermann-Ratjen E-M, Eckert J, Schwartz H-J (2003) Gesprächspsychotherapie. 9. überarb. erweit. Aufl., Kohlhammer: Stuttgart
[2] In: D- J. Cain & J. Seeman (Eds) Humanistic Psychotherapies. APA: Washington, DC, 57-82
[3] In: M. J. Lambert (Ed) Bergin and Garfield’s Handbook of Psychotherapy and Behavior Change. 5th Ed., Wiley: New York, 493-540.
[4] Frohburg I. (2004) Unterschiedliche Psychotherapieverfahren aus der Sicht der Patient(inn)en. Gesprächspsychotherapie und personzentrierte Beratung (im Druck).
[5] Orlinsky D. (2003) Störungsspezifische, personenspezifische und kulturspezifische Psychotherapie. Psychotherapeut 48: 403-409.
Am 26.04.03 fand die Mitgliederversammlung der DPGG traditionsgemäß wieder im Hotel Körner in Hannover statt. Die Mitglieder wurden über neue Entwicklungen informiert:
Die DPGG ist jetzt Mitherausgeberin der Zeitschrift „PERSON“, die in Österreich erscheint. DPGG-Mitglieder bekommen die Zeitschrift umsonst. Es ist ein Heft in Planung mit dem Thema: „Die Situation der Gesprächspsychotherapie in Deutschland nach der wissenschaftlichen Anerkennung durch den Wissenschaftlichen Beirat“. Herausgeber werden die DPGG und die ÄGG (Ärztliche Gesellschaft für Gesprächspsychotherapie) sein.
Die DPGG hat Kontakt mit dem französischen Schwesterverband „Association Francaise de Psychothérapie dans l’Approche Centrée sur la Personne AFP-ACP“ aufgenommen – Diether Höger pflegt diesen Kontakt und wird bei Projekten beraterisch zur Verfügung stehen.
Hinsichtlich des Zieles, die sozialrechtliche Anerkennung der Gesprächspsychotherapie zu erreichen, arbeiten DPGG und GwG eng und konstruktiv zusammen.
Jochen Eckert berichtete über den Stand der Forschungsvorhaben. Die Studie zur GPT bei Anpassungsstörungen ist bald abgeschlossen. Die Ergebnisse sind sehr erfreulich und werden in diesem Jahr auf internationalen Tagungen vorgestellt. Neu ins Leben gerufen wurde eine Wirksamkeitsstudie bei Bulimie-Patientinnen.
Die Konsequenzen der wissenschaftlichen Anerkennung der GPT wurden diskutiert – u. a. muss GPT an allen staatlich anerkannten Ausbildungsinstituten in gewissem Umfang gelehrt werden.
Die Landesvertreterinnen und Landesvertreter der DPGG aus den einzelnen Bundesländern berichteten über den Stand der Kammerarbeit, die Situation der Ausbildungsinstitute und die Nachfrage nach Ausbildung in GPT.
Doris Müller
(Juni 2003)
Wie angekündigt, schloss sich an die Mitgliederversammlung der DPGG das „Kleine Forum“ an.
Thema war die Diagnostik und Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung aus personzentrierter Sicht. Ein solch komplexes Thema sprengt den Zeitrahmen von 2,5 Stunden. Die zwei Vorträge konnten von daher nicht mehr als „Appetithäppchen“ darstellen. Diese machten allerdings entschieden Lust auf mehr davon.
Jochen Eckert (Hamburg) stellte das DIB nach Gunderson vor, als bewährtes Diagnoseinstrument, das auch den Praktikern als Orientierung gute Dienste zur Diagnosestellung leisten kann. In der begrenzten Zeit war nicht mehr als ein „Crash-Kurs“ möglich, wie J. Eckert selbst während des Vortrags feststellte. Daraus entwickelte sich jedoch die Idee, für das Große Forum im nächsten Jahr eine ausführliche Einführung mit Trainingseinheit für das Interview zu planen. Die Videosequenz einer Einheit eines Interviews, die J. Eckert im Rahmen seiner Tätigkeit aufgenommen hatte, gab einen anregenden Einblick vor allem auch in eine personzentrierte Umsetzung des Interviewleitfadens.
Im 2. Vortrag berichtete Marion Thimm (Berlin) aus ihrer praktischen therapeutischen Tätigkeit. Beeindruckend deutlich wurde die Problematik der Behandlung von Klienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung in ihrer Darstellung. So stellt der Umgang mit den heftigen in der therapeutischen Beziehung auftauchenden Affekten sowohl auf Seiten von Klienten und Klientinnen wie auch auf der Therapeutenseite eine besondere Herausforderung dar. Die Umsetzung der personzentrierten Therapeutenvariablen, das Verstehen ohne zu bewerten oder zu deuten, erweist sich in der therapeutischen Arbeit mit Borderline-Klienten oftmals als fruchtbar und macht Selbstreflexion und Fortschritte erst möglich. Das Gestalten der eigenen Kongruenz in der Beziehung stellt jedoch für Therapeuten eine echte Herausforderung dar, wo Grenzziehung und konfrontierende Interventionen zum Wagnis und zum Sprengsatz für das Arbeitsbündnis werden können.
Aus der lebhaften Diskussion im Anschluss an beide Vorträge entwickelten sich Ideen für Themen für das nächste Große Forum – Diagnostik, Möglichkeit der Supervision, Erfahrungsaustausch aus der Praxis, personzentriertes Arbeiten und andere therapeutische Ansätze, z. B. DBT, personzentriertes Umgehen mit Suizidalität von Borderline-Pat. u. a.
Anette Schmoeckel (Juni 2003)
Am
25. und 26. Oktober fand die 17. Sitzung des Präsidiums in Hannover statt, außerdem
die Konferenz der Landesvertreter(innen).
Ein
wichtiger Punkt war der Antrag auf Zulassung der GPT als
Richtlinienverfahren, der jetzt von der Psychotherapeutenkammer Württemberg
an den Bundesausschuss der KBV gestellt wurde, und dem sich inzwischen
weitere PT-Kammern, soweit bereits gegründet, angeschlossen haben (u.a.
NRW, Berlin und Niedersachsen). Von der KBV wurde daraufhin den
Antragstellern ein Fragenkatalog zum Therapieverfahren zugestellt. Dieser
Fragenkatalog ist in der Zwischenzeit von einer gemeinsamen Kommission der
Fachverbände (ÄGG, DPGG und GwG) beantwortet und am 08.10.02 eingereicht
worden. Es besteht begründete Hoffnung darauf, dass der Antrag noch in
diesem Jahr - voraussichtlich am 28.11.2002 - behandelt wird. [Er
wurde behandelt, aber noch nicht abschließend. R. Schwab]
In diesem Zusammenhang ist noch zu berichten, dass der wissenschaftliche
Beirat nach einer erneuten Abstimmung - nun mit großer Mehrheit - den Ländern
empfiehlt, die GPT zur Ausbildung als Schwerpunktverfahren zuzulassen.
Eine
engere Zusammenarbeit mit der GwG hat zu einem gemeinsamen
Ausbildungscurriculum beider Verbände geführt, das den jeweiligen Länderbehörden
zugestellt werden soll und das sich allerdings auf die Anforderungen der
gesetzlichen Prüfungsordnung beschränkt. Eine Zusammenstellung der
Curricula nach den Vorstellungen der DPGG mit höheren Qualitätsstandards
soll jedoch Ausbildungsinstituten und anderen Interessierten zur Verfügung
gestellt werden. Ansprechpartnerinnen hierfür sind Doris Müller und
Angelika Vogel-Hilburg.
Eine
Einladung von Herrn Wolfgang Keil (Wien) an die DPGG, Mitherausgeber der
Zeitschrift „Person“ (Fakultas-Universitätsverlag, Wien) zu werden,
wurde allseits begrüßt und das Angebot angenommen. Die Zeitschrift
erscheint 2002 im 6. Jahrgang und ist speziell dem Personzentrierten Konzept
gewidmet. Sie erscheint jährlich mit 2 Heften à 100 Seiten und wird von
den österreichischen Verbänden ÖGwG, Forum und IPS der APG, der
schweizerischen SGGT und der deutschen ÄGG herausgegeben und finanziert.
Die DPGG wird für ihre Mitglieder
für die kommenden Jahre die Kosten für die Abonnements übernehmen.
Diether Höger wird zunächst Redaktionsbeauftragter.
Über
Möglichkeiten der Koordination von Forschungsvorhaben zum
Personzentrierten Ansatz in Österreich und Frankreich wurde gesprochen.
In Österreich ist eine Studie zu Essstörungen (Bulimie) in Vorbereitung,
in Hamburg läuft die Studie zu Anpassungsstörungen. In Frankreich ist der
Personzentrierte Ansatz an den Universitäten offenbar wenig vertreten, es
scheinen eher vor allem Psychotherapeuten des ACP (approche centrée-sur-la-personne)
aktiv zu sein. Die DPGG ist gleichwohl sehr an Kontakten nach Frankreich
interessiert.
Am 26. April 2003 soll wieder turnusmäßig das Kleine Forum, die vorbereitende Fachtagung für das Große Forum der DPGG, in Hannover stattfinden. Anknüpfend an die nach der letzten Fachtagung geäußerten Themenwünsche „Borderline-Persönlichkeitsstörung“ und „therapeutische Beziehungsgestaltung“ wurde als Thema des Kleinen Forums festgelegt: „Diagnostik und Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung aus klientenzentrierter Sicht“.
Der 3. Weltkongresses für Psychotherapie, der vom 14.-18. Juli 2002 in Wien stattfand, gab aus Anlass des 100. Geburtstags von Carl Rogers den Rahmen für ein Symposium „100-Jahre Carl Rogers“, das von Christian Korunka, Gerhard Stumm und Elisabeth Zinschitz organisiert worden war. Mit mehr als fünfzig Beiträgen machte eine große Zahl namhafter internationaler Vertreterinnen und Vertreter des Klientenzentrierten Ansatzes mit Vorträgen, Workshops und Encounter ein reichhaltiges Angebot zu allgemeinen Grundlagen, neueren Entwicklungen, gegenwärtigem Stand und Zukunftsperspektiven des Klienten-/Personzentrierten Ansatzes sowie zu Problemen und Ergebnissen der Forschung und der täglichen therapeutischen Praxis.
Quasi als Symposium im Symposium hatte Jochen Eckert eine Veranstaltungsreihe zum Begriff Empathie organisiert, das mit einer Ausnahme von Mitgliedern der DPGG getragen wurde und beim Publikum lebhaften Zuspruch fand. Eva-Maria Biermann-Ratjen eröffnete die Reihe mit einem Vortrag über „Die Rolle der Empathie in der klientenzentrierten Entwicklungs- und Störungstheorie“. In der kindlichen Entwicklung wie in der Psychotherapie ist die Symbolisierung der Erfahrungen und deren Integration in das Selbst der entscheidende Prozess für dessen gesunde Weiterentwicklung. Insofern ist sie einer der wesentlichsten Aspekte der Aktualisierungstendenz und setzt dabei die Begegnung mit einem kongruenten Gegenüber voraus, von dem sich die Person als empathisch verstanden und zugleich unbedingt wertgeschätzt erlebt. Dabei geht es, wie das Konzept des „reflective functioning“ aus der Bindungstheorie zeigt, weniger um die Befriedigung von Bedürfnissen als um das genaue Erfassen innerer Zustände.
Daran schloss sich Jochen Eckert mit seinem Beitrag „Empathie in der klientenzentrierten Therapietheorie und Praxis“ an. Neben der Definition von Empathie (den inneren Bezugrahmen eines anderen korrekt und vollständig wahrzunehmen, unter Einschluss der dazugehörigen gefühlsmäßigen Komponenten und Bedeutungen) ging es um zwei in der Psychotherapie häufig auftretende Probleme, dem einen, dass der Therapeut seinen Patienten nicht oder nicht richtig versteht, dem anderen, dass sich der Patient davor fürchtet, verstanden zu werden. Beispiele für die Unfähigkeit zum empathischen Verstehen veranschaulichten das Gesagte.
Den besonderen Stellenwert empathischen Verstehens in der Notfallpsychologie, einem neuen Tätigkeitsfeld für Psychologische Psychotherapeuten, demonstrierte der Beitrag „empathische Interventionen in der Notfallpsychologie“ von Werner W. Wilk. Die Betreuung von Menschen, die durch ein unvermutetes äußeres Ereignis (Unfall, Überfall o. dgl.) in eine psychische Notsituation geraten sind, die zu einer akuten psychischen Belastungsreaktion oder Traumatisierung führen könnte, erfordert angesichts der oft extrem schmerzlichen psychischen Belastungen vom Notfallpsychologen ein hohes Maß an empathischer Einfühlung sowie die auf theoretisch reflektierter einschlägiger Erfahrung beruhende Fähigkeit, sich auf die besondere Situation der betroffenen Menschen einzustellen. Hier bietet der Klientenzentrierte Ansatz eine besonders gute Möglichkeit, mit den betroffenen Menschen in Kontakt zu treten und eine Beziehung aufzubauen, die ihnen eine beruhigende Basis für die Stabilisierung bietet. Die Ausführungen wurden ergänzt durch den Beitrag von Margarete Wilk über „Die Bedeutung der Empathie in der notfallpsychologischen Versorgung - Praxisbeispiele aus der notfallpsychologischen Versorgung und Nachbetreuung“. In ihrem Bericht über einen notfallpsychologischen Einsatz nach einem Banküberfall veranschaulichte sie, wie die betroffenen Angestellten von der ersten Begegnung bis zur Nachbetreuung in ihrer extremen Ausnahmesituation durch empathisches Verhalten der Therapeuten auf der Basis eines klientenzentrierten Beziehungsangebots unterstützend begleitet wurden, das ihnen die Überwindung ihres Ausnahmezustandes ermöglichte.
Den Versuch, den therapeutischen Effekt des Klientenzentrierten Beziehungsangebotes anhand der Ergebnisse der Bindungstheorie zu begründen, unternahm Diether Höger mit dem Thema „Bindungstheorie: Zum empathischen Eingehen auf das Beziehungsangebot des Klienten“. Wer psychotherapeutische Hilfe sucht, befindet sich in Not, sein Bindungssystem ist aktiviert und sucht nach Unterstützung und Geborgenheit. Für ihn kann speziell der Klientenzentrierte Psychotherapeut mit seinem besonderen Beziehungsangebot zur Bindungsperson werden, die ihm Schutz und Sicherheit gewährt und so die Möglichkeit gibt, sich fremden, belastenden und ängstigenden Aspekten seiner inneren und äußeren Welt zuzuwenden und sich mit ihnen erfolgreich auseinander zu setzen. Die bei Patienten mit unsicheren Bindungsmustern verbundene Abwehr von Nähe (unsicher-vermeidend) bzw. das übergroße Verlangen nach Zuwendung (unsicher-ambivalent) bilden einen Bezugsrahmen, der von einem Therapeuten Kreativität und eine breite Palette von u.U. auch ungewöhnlichen Interventionen als Ausdruck bedingungsfrei akzeptierenden empathischen Verstehens fordert. Doris Müller ging in ihrem daran anschließenden Beitrag „Bindungstheorie und Empathie in der Praxis“ in Form einer Fallgeschichte direkt auf dieses Konzept ein und zeigte, wie für eine schwierige Patientin und unter außerordentlichen Umständen mit ungewöhnlichen therapeutischen Interventionen eine sichere Basis hergestellt werden konnte, in der sich die Blockade der Aktualisierungstendenz weitgehend aufhob und somit mehr Raum für Entfaltung und autonomes Verhalten entstand.
Den Abschluss bildete ein Beitrag von Bernd Heimerl, „Empathie in der psychotherapeutischen Praxis. Eine empirische Untersuchung“, in dem er die ersten Ergebnisse einer in Kooperation mit Inge Frohburg durchgeführten Studie über den Zusammenhang zwischen Empathie und Belastungserleben bei Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten berichtete.
Diether Höger
Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie zur GPT:
Gesprächspsychotherapie als Schwerpunktverfahren in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten zugelassen
Nach der “Teilanerkennung” 1999 ist nun die
volle Anerkennung der Gesprächspsychotherapie als ein wissenschaftlich
anerkanntes Verfahren im Sinne des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) erfolgt:
Der “Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie” (WBP)
hat in seiner Sitzung am 16. Juni 2002 den Beschluss gefasst, den
Ländern zu empfehlen, das wissenschaftlich anerkannte Verfahren Gesprächspsychotherapie
zur vertieften Ausbildung nach dem Psychotherapeutengesetz zuzulassen.
Diese Empfehlung wurde dadurch möglich, dass in
einem vierten Anwendungsbereich die erforderliche Anzahl von unabhängig
voneinander erstellten methodisch adäquaten gesprächspsychotherapeutischen
Wirksamkeitsstudien nachgewiesen werden konnten.
Die Empfehlung erstreckt sich nach Meinung des
Wissenschaftlichen Beirates allerdings nicht auf den Bereich der
klientenzentrierten Kinder- und Jugendlichentherapie. Gegen diese Auffassung
wird eingewandt, dass das PsychThG eine solche Unterscheidung von Erwachsenen-
und Kinder und Jugendlichenpsychotherapie nicht vorsehe.
Aber auch noch andere Dinge sind rechtlich nicht
geregelt oder strittig. So erstreckt sich die Verpflichtung der Krankenkassen,
die Therapien, die Ausbildungskandidaten durchführen, zu finanzieren, bisher
nur auf die Richtlinienverfahren.
Zur vollen Integration der GPT in das bestehende deutsche Gesundheitssystem bedarf es auch noch der sozialrechtlichen Anerkennung, d.h. die GPT muss sich darum bemühen - wie die sog. Richtlinienverfahren - eine reguläre Krankenkassenleistung zu werden.
Auch
wenn der Weg bis dahin noch weit scheint: Mit
der berufsrechtlichen Anerkennung der Gesprächspsychotherapie steht wieder eine
Behandlungsalternative rechtmäßig zur Verfügung, die für eine Reihe von
Patienten auch die einzig mögliche ist.
Jochen Eckert
Weitere - ältere - Nachrichten:
Kooperation
DPGG - GwG
Am 08.02.2002 fand in Köln ein Gespräch über eine Kooperation zwischen der
DPGG (vertreten durch den Präsidenten, Prof. Dr. Jochen Eckert in Begleitung
von Angelika Vogel-Hilburg und Diether Höger) und der GwG (vertreten durch die
1. Vorsitzende, Frau Helga Kühn-Mengel und den Bundesgeschäftsführer
Karl-Otto Hentze) statt. Das Ergebnis ist eine
Kooperationsvereinbarung
DPGG – GwG.
GPT
auf dem dritten Weltkongress für Psychotherapie vom 14.-18. Juli 2002 in Wien
aus Anlass des 100. Geburtstags von Carl
Rogers, dem Begründer der Klientenzentrierten Psychotherapie, findet im Rahmen
des
dritten Weltkongresses für
Psychotherapie ein besonderes Symposium zum Personzentrierten Ansatz statt. Der
Kongress selbst wird vom “World Council of Psychotherapy (WCP) organisiert und
findet vom 14. – 18. Juli 2002 in Wien statt.
Das
Symposium, das von Christian Korunka (IPS/APG), Gerhard Stumm (Forum/APG) und
Elisabeth Zinschitz (ÖGWG) organisisert wird, dauert vom 15.07. bis 18.07.2002.
Es umfasst insgesamt 34 Beiträge u.a. von namhaften internationalen Vertretern
des Klientenzentrierten Ansatzes wie z.B. Wolfgang W. Keil, Howard Kirschenbaum
oder Germain Lietaer. Von den Mitgliedern der DPGG werden Eva-Maria
Biermann-Ratjen, Jochen Eckert, Diether Höger, Doris Müller, Margarete Wilk
und Werner W. Wilk mit eigenen Beiträgen beteiligt sein.
Die
Programmstruktur sieht an vier Nachmittagen Einzelvorträge über theoretische
und klinische Aspekte personzentrierter Psychotherapie mit thematischen
Schwerpunkten wie Empathie, Therapieforschung und Arbeit mit spezifischen
KlientInnengruppen vor. Parallel dazu findet jeweils ein
person-/klientenzentrierter thematischer Workshop statt. Jeder der vier
Kongresstage wird mit einer „Community Group“, einer Encountergruppe in
personzentrierter Tradition beendet.
Weitere
Informationen zum Kongress und zur Anmeldung sind auf der Homepage des dritten
Weltkongresses für Psychotherapie:
www.worldpsyche.org
zu finden oder unter der folgenden Anschrift zu erfragen: The World Council for
Psychotherapy WCP, Rosenbursenstrasse 8/3/7, A-1010 Wien, Österreich, Tel. *43
1-512 04 44 oder 512 54 71, Fax +43 1-512 05 70, email:
headoffice@worldpsyche.org.
Erweitertes
Präsidium der DPGG
Um ihnen die Möglichkeit
zu schaffen, sich in Leitungsfunktionen bei der DPGG einzuarbeiten, hat das Präsidium
die DPGG-Mitglieder Ernst Hemmert und Anette Schmoeckel für
die Mitarbeit im Präsidium kooptiert.